Sonntag, 21. Juni 2015

Filmkritik: The Hills Have Eyes 3 (1995)

(c) The Kushner-Locke Company
The Hills have Eyes 3, Mind Ripper, The Outpost - viele Namen und nur ein Film der dahinter steckt. Und um niemanden Hoffnung zu machen: Der Film ist weder gut, noch handelt es sich um eine echte The Hills have Eyes Fortsetzung - auch wenn der Film in der deutschen Trilogie vorhanden ist. Um es genauer zu sagen: Es gibt überhaupt keinen offiziellen dritten Teil der The Hills have Eyes Reihe. Welchem Verleiher hier wieder einmal der Teufel geritten hat weiß ich nicht - der Grund für diesen absolute irrenführenden deutschen Titel ist vermutlich, dass Wes Cravens Sohn am Drehbuch mitschreiben durfte. Einzige Gemeinsamkeit mit den Vorgängern ist nämlich das Wüstensetting - das war's aber schon.
Zur Story: Stockton - gespielt von Lance Hendriksen - ist ein hochgefragter Forscher. Eines Tages findet er und sein Team einen Mann, der von einer Klippe gestürzt ist. Schwer verletzt wird dem Mann eine Injektion mit einem neuartigen Virus gesetzt in der Hoffnung dessen Leben zu retten: Dies soll eine Art Heilungsprozess in Gang setzen. Der Mann fällt jedoch ins Koma und Stockton kündigt zwischenzeitlich seine Stelle. Einige Monate später wacht der Patient auf. Die Mutation hat dem Patienten jedoch ungeahnte Superkräfte gegeben. Das verbleibende Team ist derart überfordert, dass nur noch Stockton helfen kann.
Abgesehen davon, dass dieser Film rein überhaupt nichts mit The Hills have Eyes zu tun hat, ist er auch sonst nichts Besonderes. Wirken tut das Ganze wie eine überlange Akte-X-Folge - was eventuell gar nicht so abwegig ist: Der Film ist von 1995 und wurde zu der Zeit produziert, als Akte-X gerade zu einer der populärsten Serien überhaupt wurde. Und mit Lance Hendriksen war immerhin ein bekannter Schauspieler mit an Board - retten konnte dies aber nichts. Nicht nur, dass Hendriksens größte Erfolge - unter anderem mit Aliens - auch schon einige Jahre her waren - seine Rolle als fürsorglicher Familienvater der gleichzeitig der Superbiologe schlechthin sein soll ist mehr als unglaubwürdig. Alle weiteren Charaktere spielen sowieso keine wichtigen Rollen. Bis auf den Mutanten und Lance Hendriskens vorlauten Sohn. Zusammengefasst kann man kein gutes Haar an dem Film lassen. Er ist meistens langweilig, nicht besonders brutal und auch nicht witzig. Es gibt praktisch keinen Grund sich Mind Ripper anzusehen. Da er aber - so falsch es auch ist - in meiner The Hills have Eyes Box im Regal steht werde ich ihn wohl oder übel behalten müssen. filmdetails

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