Freitag, 6. Juni 2014

Filmkritik: Creature - Die dunkle Macht der Finsternis (1985)



Der permamente Weißstich wirkt als ob der Film in
einer Bar voller Raucher gedreht wurde...
Normalerweise bewerte ich ja nicht die technischen Aspekte einer Bluray oder DVD. Ob das Bild körnig, verwaschen oder zu hell ist, kann man in der Regel am besten bei Amazon in den Kritiken nachlesen. Bei Creature mach ich jedoch eine Ausnahme: Das Bild dieser DVD ist nämlich nicht nur schlecht - sondern schier unfasstbar schlecht. Ohne Übertreibung ist dies wohl eine der am schlechtesten gemasterten DVDs die jemals in der DVD-Ära produziert wurde. Gesehen habe ich den Film zwar über Amazon-Instantvideo - jedoch liegt auch hier die DVD Source zu Grunde. Als Vorlage hat hier offenbar eine schon mindestens 200 mal überspielte VHS Kassette im Longplayformat gedient. Das Bild hat Krizzel, es gibt Schlieren und in fast allen dunklen Szenen (und das sind bei einem Weltraumfilm logischerweise eine Menge) ist es mit einem diffusen hellen Weißton überlagert. Dazu befindet sich der Film noch in einem seltsamen 4:3 Format - wobei es immer so scheint, als ob das Bild leicht gestaucht wäre. Würde es nicht offiziell bei Amazon im Stream angeboten hätte ich vermutete, dass mir hier eine Raubkopie aus den 80iger Jahren untergekommen ist. Für die Leute, die denken, dass ich übertreibe gibt es anbei ein paar Beispiele.
Nachdem die technische Seite von dem deutschen Videothekenrelease ausführlich analysiert wurde werfen wir mal einen Blick auf die Story. Oder zumindest das, was ich mitverfolgen konnte in diesen halbdunklen verwaschenen Bildern. Während des Filmes hatte ich tatsächlich manchmal das Gefühl überforderter zu sein als ein 100 Jähriger Autofahrer im Berufsverkehr bei dichtem Nebel.
Bildinfo: Auf der linken Seite sehen wir einen Menschen
Das rote oben soll eine Alarmlampe darstellen

Beginnen tut die Story irgendwann in der Zukunft. Auf dem Saturnmond Titan wollen Deutsche und Amerikaner seltene Rohstoffe abbauen. Aus irgendwelchen Gründen wird das deutsche Raumschiff von einer fremden Macht infiltiert. Die Amis versuchen nun rauszubekommen wieso das Schiff sich nicht mehr meldet. Angekommen machen sie bekanntschaft mit dem offenbar einzig Überleben: Hans Rudy Hofner, gespielt von Klaus Kinski.
Aufgebrachte Astronauten rennen einen Flur runter.
Die Wischeffekte enstehen selbstverständlich nicht
dadurch, dass sie so schnell laufen
...


Ohne eine tiefgründige Filmanalyse zu betreiben kann man sich eigentlich schon an dieser Stelle denken, dass der Film zu den verwaschenen Bildern passt. Kinski im Weltraum - natürlich kommt hier Trash raus. Dieser ist auch die meiste Zeit sehr eindeutig von Aliens geklaut. Dies geht hin bis zur einer leichten optischen Ähnlichkeit einer Hauptdarstellerin zu Sigourney Weaver. Abgesehen von der miesen Umsetzung der DVD gibt es eigentlich rein überhaupt nichts, was im Gedächnis bleibt. Sogar Kinski als eine Art Weltraumnazi hätte man interessanter Umsetzen können. Wer den Film über Amazon-Instantvideo umsonst sehen kann, kann sich ja einmal ein eigenes (verwaschenes) Bild machen - 5 Euro für einen DVD-Kauf ist es aber nicht Wert. filmdetails



Samstag, 31. Mai 2014

Filmkritik: Freitag der 13. Teil V - Ein neuer Anfang (1985)

(c) Paramount
Ein weiterer Freitag der 13te Film - und ein weiterer gewohnter Anfang: Dieses mal erinnert sich Charakter Tommy, wie zwei Leute Jasons Grab öffnen wollen und dabei getötet werden. Dies dient jedoch nur als Intro, damit man weiß wo man dran ist. Oder vielleicht auch nicht?
Die Geschichte spielt dann etwa 10 bis 15 Jahre später - eine genaue Angabe gibt es nicht. Tommy ist inzwischen erwachsen geworden, hat das Trauma jedoch nicht überwunden. Immer noch erscheint ihm Jason in Tagträumen was ihm ein normales Leben praktisch unmöglich macht. Dies ist auch der Grund, warum Tommy die nächsten Monate in einem Therapie-Camp für gestörte Jugenliche verbringen soll. Dieses Camp ist selbstverständlich abseits von jeglicher Zivilisation im Walde gelegen - die einzigen Nachbarn sind ein paar verrückte Hillbillys und Tiere wie Hasen. Doch bereits mit der Ankunft von Tommy im Camp ereignen sich die ersten schockierenden Ereignisse. Das ein Jugendlicher einen anderen mit der Axt umbringt ist nur der Anfang. Schon kurz darauf überschattet eine ganze Mordserie das Camp wobei der Täter nicht geschnappt wird.
Da im vorherigen Teil Jason getötet wurde, haben die Autoren offenbar versucht logisch vorzugehen: Jason wird nicht wie in den weitern Fortsetzungen üblich durch irgendwelche Stromstöße oder ähnliches zum Leben erweckt - Jason ist und bleibt tot. Daher treibt hier ein anderer Mörder unter Jasons Deckmantel sein Unwesen. Dies soll kein Spoiler sein - denn bereits nach kurzer Zeit wird dies jedem Zuschauer klar: Im Gegensatz zu den anderen Teilen wird das Morden nie aus der Totalen gezeigt, sondern immer nur einzelne Nahaufnahmen aneinander geschnitten. Der Fokus liegt auf den Waffen oder den Gesichtern der Opfer. Für einen Fan der bei einem Freitag der 13te-Film einen Jason erwartet ist dies natürlich ein absolutes No-Go. Dass das ursprüngliche Konzept der Autoren in jeder neuen Fortsetzung der Filmreihe einen anderen Killer antreten zu lassen war mit diesem Teil bereits grandios gescheitert und wurde bereits im nächsten Teil über Bord geworfen. Warum diese Idee verworfen wurde wird einem relativ schnell klar: Ein neuer Anfang ist nämlich ein relativ austauschbarer Teenieslasher. Statt ein vermeintlicher Jason könnte man auch einen Freddy Krueger, ein Michael Meyers oder irgendeinen Alltags-Irren aus der U-Bahn als Bösewicht präsentieren.
Trotz aller Kritik will ich versuchen die positiven Sachen zu erwähnen: Als da wären die Schauspieler. Diese fügen sich nämlich durchwegs sehr gut in ihre Rollen ein. Einzig und alleine der schwarze Junge nervt am Anfang etwas - wird aber im laufe des Filmes ein durchaus interessanter Nebenchakter. Auch sonst hält sich der Film an alle damals gültigen Regeln für einen Slasherflim: 80iger Jahre Synthesizermusik, einige nackte Brüste und ausgefeilte Splatterszenen werten den Film durchaus auf. So ist der Film mit Sicherheit kein Totalreinfall - gleichzeitig aber trotzdem einer der schechteren der Reihe. filmdetails
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