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| (c) Frederick Productions |
Irgendwo in Kalifornien: Die drei Gangster Lomax, Steele und Billy sind auf der Flucht. Nachdem sie zunächst einen ehemaligen Freund aus dem Verkehr ziehen, kommt es zu einem kleinen Roadtrip, bei dem sie letztendlich auf einer abgelegenen Farm Unterschlupf finden. Die Bewohner - eine junge Frau namens Lisa und ihr gelähmter Opa - müssen die Gangster wohl oder übel aufnehmen. Womit keiner gerechnet hat: Nicht nur die Gangster sind gefährlich - auch Lisa hat es faustdick hinter den Ohren.
Zunächst beginnt der Film wie ein generischer Gangsterfilm, an dem sich Tarantino orientiert haben könnte: Die Gangster - allesamt im Anzug mit Krawatte - überfallen einen ehemaligen Geschäftspartner, viel Blut und coole Sprüche folgen. Auf der Flucht gibt es dann eine Stelle, die tatsächlich eine lockere Vorlage für eine Szene aus From Dusk Till Dawn gewesen sein könnte. Anschließend mutiert der Film zu einem reinen Home-Invasion-Film - bei dem die Rollen jedoch recht schnell umgedreht werden. Die Grundidee passt und die Darsteller machen gar nicht mal so einen verkehrten Job. Das Problem ist - wie man es bei einem 25.000-Dollar-Film erwarten kann - die Umsetzung: Die Filmmusik wäre für mich persönlich der erste Grund, den Film noch heute auf den Index zu setzen. Gefühlt wurden bis auf Trommeln, zwei gequälte Katzen und ein Synthesizer keine weiteren Instrumente eingesetzt. Heute würde man vermutlich sagen "lieblos mit KI generiert". Doch hier ist der Beweis, dass lieblos auch schon 1974 ging. Dann wären da noch die "Effekte" - wenn man sie so nennen will (mal extra in Anführungsstrichen). Selbst bei 25.000 Dollar (was der Film laut IMDb gekostet hat) hätte man mehr erwarten können. Im Prinzip werden 80% der Splattereffekte vorab weggeschnitten - aber sicher nicht, weil man es nicht zeigen wollte - sondern eher, weil man es nicht zeigen konnte. Die wenigen Effekte - die man im Verlauf präsentiert bekommt - zeigen Tomaten-Ketchup, welches kreuz und quer durch den Raum fliegt mit anschließender Wackelkamera, wo der Zuschauer nicht mehr weiß, wo oben und unten ist.
Und nochmal zurück zu den Video Nasties: Heutzutage wirkt dieser Film weniger schlimm als eine beliebige Folge irgendeiner Thrillerserie wie Dexter auf Netflix und Co. Blut, was nicht wie Blut aussieht, eine hektische Kamera, bei der meistens wenig bis gar nix zu sehen ist sowie ein paar Gangster im Anzug. Aus filmhistorischer Sicht sicher interessant - sonst eher nicht - wenn auch kein richtiger Schlefaz. filmdetails


