Sonntag, 20. August 2017

Filmkritik: Waxwork - Reise zurück in der Zeit (1988)

(c) 84 Entertainment
Wow - endlich ein Film bei dem der deutsche Titel Sinn ergibt. Auch wenn Waxwork bereits den Kern trifft, ist die Ergänzung Reise zurück in die Zeit in diesem Fall durchaus sinnvoll und nicht bewußte Irreführung wie es im Horror-Genre leider gang und gäbe ist. Obwohl es sich um einen Kultfilm handeln soll, hab ich bis dato Waxwork noch nie gesehen. Genauer genommen hab ich bis jetzt - abgesehen von dem eher schlechten Das Geheimnis des Wachsfigurenkabinetts Remake House of Wax mit Paris Hilton - überhaupt keinen Wachsfiguren Film gesehen. Vielleicht ein Fehler.
Waxwork beginnt ein wenig wie ein Klischee Teeniehorror der 80iger Jahre: Ein Gruppe Collegestudenten - allesamt zunächst erst einmal relativ unsympathisch - wissen nicht genau was sie am Abend machen sollen. Wie praktisch, dass Sarah und ihre Freundin China von einem mysteriösen Mann angesprochen wurden: Er stellt den Beiden eine private Führung in seinem Wachsfigurenkabinett in Aussicht. Einzige Bedingung: Insgesamt dürfen nicht mehr als sechs Personen daran teilnehmen. Gesagt getan: Sahra, China und vier Freunde treffen sich um Mitternacht am vereinbarten Punkt. Zunächst etwas verwundert über den gruseligen Lilliputaner der die Gruppe ins Haus lässt wird heiß diskutiert, ob dies die richtige Entscheidung war. Wie sich kurz darauf herausstellt: Natürlich war es eine falsche Entscheidung an dieser Führung teilzunehmen. Die Wachsfiguren sind nämlich alles andere als seelenlose Plastiken vergangener Zeiten. Ein Kampf über verschiedene Epochen beginnt - bei dem das Ziel (wie soll es sein...) nur Überleben scheint.
Das Beste was Regisseur Anthony Hickox machen konnte ist, seinen eigenen Film nicht allzu ernst zu nehmen. Genau dieses ist nämlich das, was Waxwork sehenswert macht. Und trotzdem wirkt der Film durchaus gruselig. Er verkommt zu keiner Zeit zu einer reinen Komödie. Dafür sind die Bilder teilweise viel zu hart und auch die Story nicht wirklich komödientauglich. Auch die Tatsache, dass Waxwork vor einigen Jahren noch indiziert ab 18 war spricht dafür. Inzwischen ist der Film uncut ab 16 - was meiner Meinung fast untertrieben ist. Sehenswert ist er aber auf jeden Fall. filmdetails

Mittwoch, 12. Juli 2017

Sommerpause, Schlefaz...

Auch wenn es gerade so scheint - der Blog ist nicht tot :-) Aktuell gibt es eine kleine Sommerpause, da in dem Filmzimmer seit Wochen die Temperatur nicht wesentlich unter 30 Grad fiel.  Themenwechsel: Falls es jemand noch nicht mitbekommen hat: Auf Tele 5 läuft aktuell wieder Schlefaz. Die nächste Folge kommt übermorgen mit der Asylum Märchen vs. The Avengers -Verwurstung Avengers Grimm. Highlight der Staffel dürfte jedoch Macho Man sein, der eine Woche später läuft.

Sonntag, 18. Juni 2017

Filmkritik: Shakma (1990)

(c)  Castle Hill Productions
Tierhorror geht irgendwie immer. Egal ob auf diesem Blog oder als Produzent. Hunde, Katzen, Krokodile - oder wie heute: Affen! Alles geht und wird offenbar zu jederzeit auch vom Publikum wohlwollen aufgenommen. Zwischen all den Viechern stellt man dann fest: Affen haben dann doch irgendwas was besonderes: Das dem Menschen ähnlichste Tier - vom Körperbau wie auch von der Psyche - schafft dann doch noch mehr Möglichkeiten als ein Rudel aufgebrachter Hunde. Nicht umsonst geht es wohl in dem bekannsten Tierhorrorfilm aller Zeiten auch um einen Affen: King Kong. Der König aller Affen und dazu groß wie ein Haus. Bei Shakma geht es jedoch ein paar Nummern kleiner zu. Shakma ist ein Pavian damit nicht gerade besonders groß. In Sachen Agressivität steht er jedoch einem King Kong in nichts nach. Ähnlich wie bei Hunden sind offenbar auch bei Affen die kleinen Exemplare die gestörtesten. Und gestört ist Shakma allemal. Man könnte sagen Shakma ist sowas wie der Manic unter den Affen.
Die Handlung ist selbst für einen Tierhorrorfilm etwas wirr. Eingangsszene: Eine Operation wird durchgeführt. Nach kurzer Zeit merken wir, der Patient ist definitiv kein Mensch. Sondern wesentlich kleiner und pelziger. Ein Affe offenbar. Hintergrund der OP? Relativ unklar. Ausgang der OP? Offenbar überhaupt nicht hervorsehbar. Denn was immer das genaue Ziel war - als Nebenwirkung wird Shakma - der "Patient" - hochgeradig agressiv. Dummerweise steht genau in der Nacht nach der OP ein Live Action Rollenspiel auf den Fluren der Uni statt. Gamelord ist hierbei der Leiter der Fakultät Mr. Sorenson. Während die Studenten - unter der Leitung ihres Professors - eine Prinzessin befreien sollen, gibt es einige Fallen. Und auf diese sind selbst die Erfahrenden Rollenspielnerds eher weniger vorbereitet: Shakma treibt nämlich sein Unwesen und tötet einen ahnungslosen Rollenspieler nach dem anderen.
Auch wenn die Story sehr absonderlich ist - irgendwie schafft es der Film zu überzeugen. Hauptgrund ist hierfür natürlich Shakma der agressive Pavian. Dieser lässt keinen Moment aus, einmal nicht auszurasten oder irgendwelche Dinge kaputt zuschlagen. Vor allem Türen haben es dem Pavian angetan. Diese geht er im vollen Einsatz an, wenn er einmal seiner Hauptbeschäftigung (Menschentöten) nicht nachkommen kann. Wie man sieht dreht sich alles um den Affen, der im Prinzip die Hauptfigur stellt. Was ein wenig enttäuschend ist, sind die Splattereffekte. Nach der vollmundigen Ankündigung im Klappen-Text des Mediabooks rechnet man mit einer wahren Blutorgie. Davon ist allerdings nicht allzuviel übrig geblieben. Teilweise fragt man sich fast, wieso der Film überhaupt eine USK Einstufung ab 18 erhalten hat. Meiner Meinung nach hätte 16 vollkommen gereicht. Ein Kinderfilm ist Shakma natürlich trotzdem nicht. Fans des Tierhorrorgenre können aber daher ohne Bedenken zugreifen. filmdetails
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