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(c) Blood Pictures |
Die Story: Robert arbeitet in einer Firma, die sich darauf spezialisiert hat Tat- und Unfallorte zu bereinigen. Dies kommt Robert gelegen, da seine Freundin Betty und er selbst nekrophil veranlagt sind. Für die Unwissenden unter uns: Sie fühlen sich zu toten Körpern hingezogen. Als eines Tages Robert eine komplette Leiche mit nach Hause bringt entsteht eine Art Dreiecksbeziehung zwischen Robert, Betty sowie der Leiche. Durch einen dummen Zwischenfall verliert kurz darauf Robert seinen Job. Betty trennt sich daraufhin von ihm und brennt mit der Leiche durch. Dadurch eskaliert die Lage und Robert sieht nur noch einen einzigen Ausweg.
Nun, einige Jahre später sehe ich den Film mit Sicherheit mit einer ganz anderen Distanz, als ich es mit 18 getan hätte. Nekromantik ist nicht wirklich schlecht. Künstlerisch teilweise gut gemacht - besonders der Schnitt und die eingängliche Filmmusik kombiniert mit den Bildern ergeben ein schönes morbides Gesamtwerk. Vor allem vor dem Hintergrund betrachtet, dass es kein professionell produzierter Streifen war. Die Story ist natürlich für den Durchschnittszuschauer alles andere als leicht verdaulich. Auch wenn der Film mit Super 8 aufgenommen wurde - und damit entsprechend körnig wirkt - ist er nicht minder wirkungsvoll. Buttgereit versteht es dem Zuschauer ein seltsames Gefühl mit auf den Weg zu geben. Obwohl man das Gesehene eindeutig als pervers und krank abstempelt, bekommt der Zuschauer teils Verständnis bzw. Mitleid für die beiden Hauptdarsteller. Als Gesamtkunstwerk betrachtet - im Kontext zur Zeit und den wenigen finanziellen Mitteln, die Buttgereit besaß - ein wirklich gelungener Low-Budget Horrorfilm, der zurecht aber auch noch heute (fast 30 Jahre später) ab 18 ist. Ein Filmtipp für Erwachsene, die auch fernab des Horrormainstream Filme konsumieren. filmdetails
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