Samstag, 15. August 2026

Filmkritik: Demolition High (1996)

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Lang ist die letzte Rezension her - und inzwischen macht man sich schon seine Gedanken. Ein Blog den fast keiner kennt und darüber hinaus nur einer unter hunderten ist, der sich dem Thema Filme widmet. Dazu eine KI, welche immer menschlicher schreiben kann und Rezensionen theoretisch in Sekunden erstellt. Macht es da überhaupt noch Sinn zu schreiben? Vermutlich nicht - außer, dass das Schreiben ansich ja auch noch irgendwo Spass macht. Und noch mehr Spaß macht es natürlich die ausgewählten Filmperlen vorher anzusehen. Und genau so eine Filmperle liegt mir heute vor: Demolition High. Das erste mal gesehen vor ca. 20 Jahren - irgendwie zufällig im TV - und jetzt noch einmal mit voller Aufmerksamkeit. Worum geht es also?
Kurz gesagt ist bereits der Titel eine Zusammenfassung des Films. Wie man schon in den ersten Minuten merkt ist die Story aus den tiefsten 90igern und trieft nur so von Klischees: Eine Gruppe von Terroristen überfällt ein Militärlager, stiehlt eine Rakete und verschanzt sich damit anschließend in der Provinz-Highschool von Mayfield. Der Grund dafür: Nur von hier hat man die beste Schusslinie auf den Reaktor des örtlichen Atomkraftwerkes was man bedroht zu beschießen sofern nicht ein Haufen Geld locker gemacht wird. So werden dann Lehrer und Schüler kurzerhand als Geiseln genommen - während die Polizei, das FBI und Sondereinsatzkommando außen ziemlich ratlos herumstehen. Doch keiner der Terroristen hat die Rechnung mit Lenny Slater (Corey Haim) gemacht, der es sich kurzerhand zur Aufgabe macht die Schule zu verteidigen: Der neue Schüler mit Bronx-Erfahrung startet einen Guerilla-Krieg durch die Gänge der Schule auf die John McClane neidisch werden könnte. Bei der Waffenauswahl greift er dabei - wie man erwarten kann - auf das volle Repertoire zurück was eine Schule so hergibt: Stifte, Kreissägen (aus dem Werkraum) oder Feuerlöscher. Dazu gibt er eine ganze Reihe Oneliner zum besten, die dem Setting gerecht werden wie z. B. ein Die Schule ist aus! - nachdem ein Terrorist fachgerecht aus dem Fenster getreten wurde. 
Ehrlich gesagt kann ich nicht glauben, dass Jim Wynorski hier im Ansatz irgendwas "ernsthaftes" produzieren wollte. Zu Albern und meisten unfreiwillig komisch ist das Ganze. Trotzdem passt es wunderbar in den damaligen Zeitgeist: Die Terroristen sind einfach böse - die Guten sind die Guten und ein 17 Jähriger Underdog (Corey Haim war zum Zeitpunkt des Drehs übrigens 25 Jahre alt...) mit dem keiner gerechnet hat (ok - die Zuschauer natürlich schon) metzelt im Alleingang eine ganze Bande professioneller Krimineller nieder.
Das hier keine Filmkunst geschaffen wurde dürfte jeden klar sein. Aber trotz alledem: Positiv bleibt, der Film rennt ohne Leerlauf mit hohem Tempo durch seine knappen 84 Minuten und spart nicht an Explosionen, Action-Gimmicks und brutalen (aber meistens billig gemachten) Konfrontationen. Die ganze "Die Hard in der Schule" -Mechanik funktioniert überraschend gut, weil die Terroristen - absichtlich oder nicht - eher wie Karikaturen als ernstzunehmende Gegner wirken. Und ja, trotz aller Logik-Löcher macht das irgendwie Laune, solange man nicht nach Hintergründen fragt. 
Corey Haim, der hier die Schüler Version von John McClane abgibt, liefert eine sympathische, rotzig, aufmüpfige energiegeladene Performance ab - auch wenn er doch irgendwie deutlich älter aussieht als der angeblich 17-jährige Lenny. Auch weitere Rollen wie Alan Thicke als besorgter Vater/Polizist und Dick Van Patten als General geben dem Ganzen noch einen Hauch 90iger-TV-Charme mit - was bei einer DirectToVideo Produktion sicher kein Manko darstellt. Allen voran aber gibt Melissa Brasselle als skrupellose Chef-Terroristin eine wirklich gute Figur ab - dies wird bereits schon in den ersten Minuten des Filmes deutlich gemacht. Ihr Leinwand-Tod später im Film stellt dann folgerichtig ein Highlight dar.
Fazit: Demolition High ist - wie die meisten Filme auf diesen Blog - kein Film für die cineastische Elite. Für Freunde von 90iger-Direct-to-Video-Action, die einmal ein Stirb Langsam RipOff an einer Schule sehen wollten jedoch überraschend unterhaltsam. 8/10 für das was der Film sein will. 4/10 für Leute die einen guten Film erwarten oder wenn man wirklich auf die glorreiche Idee kommen sollte den Film objektiv bewerten zu wollen. filmdetails

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